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Es war von vornherein klar, dass es dieser Tatort schwer haben würde, die Münchner Ausgabe der letzten Woche zu toppen. Ich hatte mich also auf eine Enttäuschung gefasst gemacht — und mich damit getäuscht! Zwar konnten mich die Stuttgarter nicht ganz so sehr fesseln wie der Psychotatort, aber auch sie haben sich damit einen Gefallen getan, sich vom Standardrezept der Krimireihe zu entfernen.

In diesem Fall war der Clou, dass Kommissar Bootz (Felix Klare) seinen Familienurlaub opfern muss, um als verdeckter Ermittler in einem Mordfall zu ermitteln. Ein Chauffeur wurde erschossen, die Polizei vermutet jedoch, dass die Kugel eigentlich seinem Chef, dem Keramikunternehmer Otto Imberger, galt. Bootz wird als neuer Chauffeur und Bodyguard engagiert und spioniert so die reiche Unternehmersfamilie aus. Währrenddessen tritt Kommissar Lannert bei seiner offiziellen Ermittlungsarbeit in der Firma einigen Leuten auf die Füße. Lieben wir es nicht alle, dabei zuzusehen wie das scheinbar perfekte Leben der Reichen aus den Fugen gerät?

Leider verzichtet der Tatort beispielsweise mit dem guten und dem bösen Sohn nicht auf Klischees und die beiden Kommissare wirken bei den Undercovergesprächen mitunter mehr als unvorsichtig (Achtung, schlechtes Wortspiel: wie die Elefanten im Porzellanladen…) aber bei einem spannenden, sympathischen Tatort wie diesem kann ich über derartige Problemchen hinwegsehen.

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