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Mit dem Kinostart des neuen Twilightfilms hört man wieder an allen Ecken und Enden Geschnatter über Team Edward oder Team Jake. Ich bin erschrocken, dass sich diese Namen überhaupt in mein Gehirn hineinfressen konnten, während ich Goethes Geburtsdatum schon wieder vergessen habe, schlimm.

Einige meiner Freunde verstehen nicht, wie ich das Fantasygenre mögen und Twilight so hassen kann, aber dafür gibt es einen simplen Grund: ich verabscheue Prüderie. Im Ernst, wenn ich etwas über verbotene Liebe ohne Anfassen lesen will, greife ich zu einem Roman von Jane Austen. Dieses brave, religiöse Getue von Autorin Stephenie Meyer, die als Mormonin ihre Werte (bitte habt keinen Sex vor der Ehe, heiratet einfach als Teenager) über blutsaugende Monster verbreiten will, indem sie diese in langweilige, handzahme Stubenkater verwandelt. Furchtbar!!! Und zu den Darstellern muss ich wohl gar nichts sagen.

Vampire stehen für Exzess, Gewalt, Triebe und wenn man sie so literarisch oder filmisch einsetzt, eröffnet einem das spannende Möglichkeiten. Charlaine Harris, Autorin der Sookie-Stackhouse-Reihe, weiß die Möglichkeiten geschickt auszunutzen, sie versteht es, das Blutrünstige, Anarchische der Vampire geschickt in die Gegenwart zu übersetzen. Die Verfilmung,  die HBO-Serie True Blood, lässt ebenfalls keine Sex- oder Gewaltszene aus und ich weiß, dass sich so mancher darüber beschwert. Dafür habe ich kein Verständnis. Vampire sind genau dafür da! Sie sind unsterblich, leben nicht nach Regeln der Gesellschaft, ernähren sich von Menschenblut UND SIE GLITZERN NICHT IM SONNENLICHT!!! Twilight als Vampirfilm ist für mich wie Salat bei Burgerking. ÜBERFLÜSSIG.

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