Man wird doch noch träumen dürfen… Allerdings weiß ich nicht, ob ich mir mit dem ständigen Online-Windowshopping einen gefallen tu oder mich bei meinem aktuellen Einkaufsverbot nur selbst quäle!?
Diese Teile gefallen mir jedenfalls sehr:
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Was haltet ihr von der aktuellen Zaramode? Seid ihr vielleicht sogar schon fündig geworden?
Mir gefällt das Album lovestrong. von Christina Perri, die ja in Europa mit der Ballade „Jar of Hearts“ und ihren Tracks aus dem Twilight Film bekannt geworden ist, sehr gut. Zu Twilight hatte ich mich ja hier schon geäußert, aber ich nehme es dieser jungen Künstlerin nicht übel, dass sie diese Filme für Publicity genutzt hat. Mein persönliches Lieblingslied hat damit allerdings nichts zu tun und das hat mir doch tatsächlich meine Mutter vorgestellt, es heißt „Bang Bang Bang“:
Da gerade junge, weibliche Stars immer wieder Modetrends starten oder beeinflussen, wollte ich mich hier mit ihrem Kleidungsstil befassen. Nachdem ich mir viele, viele Fotos angesehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Christina’s persönlicher Stil sehr lässig, einfach und ein wenig verrockt ist. Sie trägt sehr oft Jeans, Boots, Streifenshirts und Nietenarmbänder, nichts wirtklich Ungewöhnliches.
(c) Christina Perri
Vor allem der Armreif gefällt mir...
Auf dem roten Teppich und auf der Bühne sieht das etwas anders aus, hier sieht man sie oft in sehr mädchenhaften Kleidern. Diese sind oft tailliert, unten ausgestellt und aus feineren Materialien wie beispielsweise Spitze oder leichten, hellen Stoffen, also durchaus ‚girly‘. Mit ihren vielen Tattoos, der breiten blonden Strähne und DocMartens kombiniert wirkt das Ganze dennoch rockig, es erinnert mich entfernt an Avril Lavigne.
Ein glitzeriges Bühnenoutfit
Auch wenn ihr Stil nicht völlig neu und revolutionär ist, gefällt er mir doch ganz gut. Christina wirkt eigentlich nie zu zurechtgemacht und verkleidet. Wie findet ihr sie — musikalisch und modisch?
Eigentlich waren mir die Misstände in der Textilindustrie ja schon vor dem ARD Themenabend am Montag bekannt (deshalb auch mein Post über Fair-Trade-Mode), aber da sind sie mir noch mal bewusster geworden. Ich lasse mich von schöner Kleidung und günstigen Preisen immer wieder vom Wesentlichen ablenken und greife zu H&M-Schnäppchen (siehe H&M Haul). Wie der Markencheck deutlich macht, unterstütze ich damit aber Kinderarbeit in Ländern wie Bangladesch. Das möchte ich natürlich nicht!
Wie und vor allem wo kann ich mich also als Verbraucher guten Gewissens einkleiden? Damit beschäftigte sich im Anschluss die Diskussionsrunde „Mein Kleid, dein Leid — wer zahlt den Preis für billige Mode?“ bei Hart aber Fair, die mit Vertretern aus Mode, Journalismus und Politik besetzt war. Erschreckend, wie wenig Ahnung und Interesse die Vertreter der Modebranche hatten! Dass mich Herr Niebel aufregen würde, war von Anfang an klar, was hat auch ein FDP-Politiker in der Entwicklungspolitik zu suchen?? Er redete die Situation von Anfang bis Ende des Sendung schön und bewies wieder einmal, dass ihm die Lage der deutschen Wirtschaft viel mehr bedeutet als das Schicksal armer Arbeiter im fernen Asien. Einzig Autorin Kirsten Brodde hatte wirklich Ahnung, konnte aber oft nur Misstände anprangern und auf Marktlücken hinweisen. Spannend fand ich die Informationen zu verschiedenen Siegeln, die fairen Handel oder ökologische Nichtbelastung der Kleidung belegen, vor allem werde ich mich schlau machen zum Global Organic Textile Standard.
Soll ich H&M nun also boykottieren? Das ist, denke ich, nicht vernünftig und praktikabel. H&M ist zwar ein schwarzes Schaf, aber es lebt in einer Herde schwarzer Schafe. Von dem Geld, dass ich bei s’Oliver mehr bezahle, geht leider kein Cent an die Näherin. Stattdessen werde ich mich also auf die Suche nach ansprechender fairer Mode begeben und öfter in Second-Hand-Läden einkaufen.
Habt ihr diese Sendungen verfolgt? Wenn nicht, kann man sie sich noch immer in der ARD Mediathek ansehen. Findet ihr das Thema nur deprimierend oder bewegt es euch auch?
Vor ungefähr drei Jahren habe ich angefangen, ab und an Hüte zu tragen. Inzwischen habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl auf der Straße schief angeguckt zu werden, aber Hüte erregen durchaus noch Aufmerksamkeit (ich schätze Sherlock Holmes würde heutzutage eher Käppi tragen…). Man kann sie aber leicht zu lässigen Outfits kombinieren:
Fedora Undercover
Rockin' the Trilby
Boho-Look mit Schlapphut
Was haltet ihr von Hüten — erinnern sie euch an Karneval oder findet ihr sie lässig?
Ich hoffe ihr hattet besinnliche, erholsame Feiertage! Mich versetzt Weihnachten immer etwas in Grübellaune, deshalb melde ich mich erst jetzt wieder, habe aber dafür einige Ideen für den Blog gesammelt. Dazu zählt dieser Gedanke: Gerade in der Weihnachtszeit spenden viele Menschen Geld an Organisationen wie Misereor, die dann gegen den Hunger in der Welt kämpfen. Das ist natürlich sehr lobenswert, aber es kommt mir auch absurd vor, dass wir in der westlichen Welt ärmere Länder erst ausbeuten, um dann gönnerhaft einen Tropfen auf den heißen Stein zu schütten. Ich hoffe das klingt jetzt nicht herablassend, ich mache mich ja selbst schuldig, indem ich Geld bei H&M und Primark lasse. Dabei fühle ich mich aber nicht mehr so wohl, deshalb zählt es zu meinen Vorsätzen für das nächste Jahr, weniger einkaufen zu gehen und dafür eher auf Qualität zu setzen. In den letzten Jahren habe ich vermehrt Second-Hand eingekauft und darin eine gute Möglichkeit gefunden, bei einem kleinen Budget trotzdem hochwertige Kleidung zu erstehen.
Hier möchte ich nun eine andere Möglichkeit vorstellen, guten Gewissens schöne Mode zu kaufen: Fair-Trade-Designer. Gerade vielen jungen Modeschöpfern ist es ein Anliegen, die Umwelt zu schonen und Bauern wie Arbeiter fair zu bezahlen. Auf dem deutschen Markt ist in diesem Segment wohl armedangels am bekanntesten; der Onlineshop hat übrigens bis Ende Dezember eine drei-kaufen-zwei-bezahlen-Aktion.
Noch attraktiver finde ich persönlich aber das englische People Tree. Diese Bilder dürften erklären warum:
Entschuldigt bitte die schlechte Bildqualität, mein Fehler...
Das Design spricht mich hier sehr an! Preislich liegen diese Stücke zwischen 6 und 150£; zurzeit gibt es übrigens einen Sale!
Ich muss mir kurz selbst auf die Schulter klopfen: brav, Anna, du hast sie liegengelassen! Denn obwohl diese Teile alle so besonders sind, dass ich mich nur schwer davon trennen konnte, hätte ich sie wahrscheinlich nicht oft getragen. Der Vintage-Blazer (o.l.) von Toni Gard hat zwar eine tolle Qualität, aber der Schnitt ist mir doch zu streng. Fledermausärmel (o.r.) finde ich an anderen lässig, ich komm mir selbst damit aber verkleidet vor. Spitze (u.l.) ist zart und schön, gerade am Rücken. Aber die Träger von Top und BH machen das Gesamtbild wieder kaputt… Der Mantel (u.r.) ist niedlich; gerade das Karomuster, der große Kragen und die kurzen Ärmel mit den schwarzen Wollärmeln gefallen mir, nicht aber die Länge. Darunter kann man eigentlich nur Jeans tragen und das tu ich eher selten. So haben ausnahmsweise also weder mein Lieblingssecondhandladen noch TK Maxx ganz so viel an mir verdient… Hättet ihr das auch so gemacht? Eigentlich lasse ich alles liegen, bei dem mich schon im Geschäft erste Zweifel überkommen. Dieses Prinzip hat mich zwar schon vor einigen Fehlkäufen bewahrt (bestimmt nicht vor allen!), aber manchem Kleid trauere ich noch Wochen später nach. Was macht ihr im Zweifel: mitnehmen oder liegenlassen?
bordeauxfarbenes Kleid: H&M, 14,90€; grauschwarzes Kleid: H&M 14,90; Kleid mit Hahnentrittmuster: New Yorker, 10€
Zurzeit lohnt es sich durchaus mal eine kurze Verschnaufpause bei der Geschenkejagd für einen Besuch bei H&M und New Yorker zu nutzen. Von den oben gezeigten Kleidern konnte ich leider keins mitnehmen, da sie mir entweder zu eng oder zu kurz waren (wie schon erwähnt, ich bin halt groß), aber es fiel mir wirklich schwer, diese niedlichen Teile liegen zu lassen. Dafür habe ich mir mein Wunschkleid für Weihnachten gegönnt, eventuell bekommt es auch noch einen zweiten Einsatz an Silvester:
Seit meine Mutter bei der Farbberatung war, reißt sie mir mit der Erklärung: „Das steht dir nicht, du bist ein Wintertyp!“ beim Einkaufen regelmäßig Kleidungsstücke aus den Händen. Laut der Farbtypenlehre lassen sich nämlich alle Menschen in Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertypen unterteilen, wobei Frühlings- und Herbsttypen warme Untertöne in Haut und Haaren haben und deshalb besser warme Farben tragen können. Als Wintertyp stehen mir wie auch dem Sommertypen angeblich ausschließlich kalte Farbtöne und auch nicht die gleichen Farben wie Sommertypen. Mehr zu diesen vier Typen findet man zuhauf im Netz, z.B.: hier oder bei Wikipedia.
Zufällig mag ich die Farben, die meinem Typen zugeordnet werden, sehr gerne, dazu gehören schwarz, weiß, nachtblau und pink. Deshalb fühle ich mich in meiner Kleiderauswahl meist bestätigt und halte mich dann gerne daran. Andererseits probiere ich gerne neues aus und habe dabei bemerkt, dass mir auch viele andere, in der Regel schon eher kalte Töne gut stehen. Ich nehme mir das also nur als grobe Richtschnur und kaufe, was mir gefällt (zum Beispiel auch mal altgoldenen Schmuck). Grundsätzlich finde ich es viel einfacher wie die Mädels von Beminery zwischen kalten und warmen Tönen zu unterscheiden und mich grob daran zu orientieren. Sehr anschaulich erklärt das Prinzip übrigens ihr Post, genannt Stars en couleur, in dem Stars nicht nur eingeteilt werden, sondern auch mit Kleidung und Makeup gezeigt werden, wie es zu ihnen passt oder eben nicht, sehr lesenswert!
Ich denke, dass die Farbtypenlehre grob Orientierung geben kann, wenn man sich im Einkaufsdschungel verloren fühlt. Man sollte sich aber nicht verrückt machen lassen und einfach ausprobieren, was einem steht. Ich kann zum Beispiel im Winter problemlos Röcke in warmen Tönen tragen, weil die Farbe ja nicht direkt an meine Haut anschließt.
Sie sind schon seit Jahren überall zu sehen – und ihr Anblick bereitet nicht immer Freude: Animalprints. Neuerdings gesellen sich vor allem Reptilprint und Krokodruck zu den altbekannten Leoparden- und Zebraprints. Auf dem Laufsteg sieht das auch durchaus ansprechend aus, in der Billigversion nicht unbedingt.
Den rot-schwarzen H&M Schal wie auch die Vintagetasche habe ich ständig getragen. Der billige Leopardenprintschal hat mich hingegen nur zu einer Bad-Taste Party begleitet.
Bei Animalprints sollte man grundsätzlich folgendes beachten:
1. Qualität
Bei TK Maxx habe ich einen sehr ähnlichen Schal aus schwerem Viskosestoff für nur 25€ entdeckt.
Dieser Print wird immer auffallen, also sollte man bei der Auswahl auf die Qualität des Stoffs achten. Glänzende Polyesterstoffe erinnern schnell ans Rotlichtviertel, also Finger weg! Stattdessen:
2. Schnitt
Zu viel Bein oder Dekolleté sollte man aus dem gleichen Grund vermeiden.
Das hat mich auch vom Kauf dieses H&M Schnäppchens abgehalten, ich hatte Angst in Richtung Snooki zu gehen.
3. Styling
Ein Eyecatcher pro Outfit genügt! Deshalb sollte man sich auf ein Kleidungsstück oder Accessoire mit Animalprint beschränken, sei es ein Kleid, ein paar Schuhe, eine Hose, eine Tasche oder ein Schal. Auch beim Schmuck sollte man es nicht übertreiben!
Wenn man diese Grundsätze befolgt, können Animalprints großartig aussehen. Das wichtigste ist aber (wie bei jedem Trend), dass man sich selbst damit wohlfühlt und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Bei fashion tricks gibt es diese und weitere Vorbilder:
Die Preise: Fake-Fur-Kragen 7,45€, Bluse 24,95€, doppelreihiger Cardigan 24,95€, Strohtasche (natürlich für den Sommer) 9,95€, Mantel 74,50€, Pullover 7,45€, Kleid bordeaux 14,95€, Rock aus Spitze 14,95€, Ring 2,45€, Cargohose 8,95€, Kleid taupe 17,95€
Das linke Kleid ist übrigens nicht Teil der Sonderangebote, es kostet nach wie vor 39,95€. Das wird wohl mein Weihnachtslook werden, vorausgesetzt ich finde es noch in meiner Größe und mit funktionierendem Reißverschluss. Was haltet ihr davon?