Aktion „Lesefreunde teilen Lesefreude“

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Welttag des Buches ist erst am 23.4.2012, aber die Stiftung Lesen ruft schon jetzt die Aktion „Lesefreu(n)de“ aus. Wenn ihr euch hier registriert, könnt ihr zu 33.333 Viellesern gehören, denen jeweils 30 Bücher überreicht werden. Diese könnt ihr dann im März umsonst bekommen und unter euren Freunden und Bekannten verteilen. Zur Auswahl stehen 25 verschiedene Titel, unter anderem Daniel Kehlmanns Vermessung der Welt oder auch Jane Austens Stolz und Vorurteil. Mitmachen lohnt sich also! Viel Spaß!

Review: bebe goodbye lipstick

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Viele haben wahrscheinlich schon davon gehört, seit Januar gibt es von der Marke bebe young care getönte Lippenpflegestifte, genannt „goodbye lipstick“. Da musste ich selbstverständlich bei den beiden erhältlichen Farben nude und pink zugreifen… Hier mein Testbericht:

Hersteller
Johnson & Johnson
D-41470 Neuss

Made in EU.
www.bebe.de
Werbeversprechen
„bebe Young Care goodbye lipstick pflegt deine Lippen fühlbar zart und zaubert einen Hauch von Farbe auf sie – ohne dass du geschminkt aussiehst. Auf die natürliche Lippenfarbe abgestimmte Farbpigmente verschmelzen bereits beim Auftragen und lassen deine Lippen so natürlich schön aussehen. Gleichzeitig pflegt die Formel, mit Jojobaöl und Vitamin E, deine Lippen super soft.

Verträglichkeit dermatologisch bestätigt.
Ohne Konservierungsstoffe.“

Inhaltsstoffe
Hydrogenated Polyisobutene, Hydrogenated Polydecene, Synthetic Wax, Polyglyceryl-3 Diisostearate, Caprylic/Capric Triglyceride, Disteardimonium Hectorite, Tocopheryl Acetate, Simmondsia Chinensis Seed Oil, Isopropyl Titanium Triisostearate, Alcohol, Aqua, Silica, Hydrated Silica, Tocopherol, Parfum, CI 15850, CI 42090, CI 77491, CI 77891

Davon bewertet Codecheck einen Stoff als eingeschränkt, drei als weniger und einen weiteren als nicht empfehlenswert. Nicht so toll, aber für eine konventionelle Lippenpflege auch kein überraschendes Ergebnis.

Preis
Der Stift mit 4,9 g Inhalt kostet 1,75 € bei dm.

o.l. mehrfach auf dem Handrücken geswatcht, o.r. meine trockenen Lippen, u.l. nude, u.r. pink

Auftrag
Dabei muss ich nach Farben differenzieren, der pinke Lippenstift sieht in der Verpackung sehr dunkel aus, gibt aber auf den Lippen einen Hauch von rosa ab. Er ist eher glossy und fühlt sich sehr angenehm auf den Lippen an. Sie sehen viel gepflegter aus und die Lippenfältchen werden kaschiert.
Auch der nudefarbene Pflegestift gibt einen Hauch von Farbe ab, er hellt die Lippen minimal auf. Die Konsistenz ist aber etwas weniger glossig, trockene Partien fallen hiermit deutlicher auf. Das Ergebnis ist nicht so schlimm wie bei einem regulären Lippenstift, aber bei sehr trockenen Lippen werde ich ihn nicht verwenden. Beide Lippenstifte sind zum Glück glitzerfrei.

Duft
Die Marke richtet sich an Teeniemädchen, das sieht man an der Verpackung und das riecht man auch. Wahrscheinlich soll das Himbeerduft sein, mich erinnert der süße Geruch aber eher an HubbaBubba Kaugummi. Mich stört es nicht, aber es riecht schon sehr künstlich.

Pflegewirkung
Ich habe nicht den Eindruck, dass meine Lippen ausgetrocknet werden. Eine richtige Pflegewirkung kann ich diesen Produkten allerdings auch nicht attestieren, die Haut wird eher weich gemacht und erscheint deshalb zunächst gepflegter, wie man das von Labello kennt. Das wundert mich auch nicht, denn der Hauptinhaltsstoff ist ein Paraffin, ein Weichmacher aus Erdöl. Deshalb sehe ich diese Stifte eher als dezente Lippenstifte, die trockene Lippen ein wenig kaschieren und setze sonst auf naturkosmetische Lippenpflege, zur Zeit Burt’s Bees.

Fazit
Pink ist eigentlich ein dezentes rosa und den würde ich mir auch nachkaufen, auf nude könnte ich eher verzichten, aber ich werde ihn ab und zu zu dunkleren Augenmakeups verwenden.

+ schöne dezente Farbe, gesunder Glanz, guter Preis, Verfügbarkeit
– fragwürdige Inhaltsstoffe, mangelnde Pflegewirkung

H&M Markencheck (ARD)

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Eigentlich waren mir die Misstände in der Textilindustrie ja schon vor dem ARD Themenabend am Montag bekannt (deshalb auch mein Post über Fair-Trade-Mode), aber da sind sie mir noch mal bewusster geworden. Ich lasse mich von schöner Kleidung und günstigen Preisen immer wieder vom Wesentlichen ablenken und greife zu H&M-Schnäppchen (siehe H&M Haul). Wie der Markencheck deutlich macht, unterstütze ich damit aber Kinderarbeit in Ländern wie Bangladesch. Das möchte ich natürlich nicht!

Wie und vor allem wo kann ich mich also als Verbraucher guten Gewissens einkleiden? Damit beschäftigte sich im Anschluss die Diskussionsrunde „Mein Kleid, dein Leid — wer zahlt den Preis für billige Mode?“ bei Hart aber Fair, die mit Vertretern aus Mode, Journalismus und Politik besetzt war. Erschreckend, wie wenig Ahnung und Interesse die Vertreter der Modebranche hatten! Dass mich Herr Niebel aufregen würde, war von Anfang an klar, was hat auch ein FDP-Politiker in der Entwicklungspolitik zu suchen?? Er redete die Situation von Anfang bis Ende des Sendung schön und bewies wieder einmal, dass ihm die Lage der deutschen Wirtschaft viel mehr bedeutet als das Schicksal armer Arbeiter im fernen Asien. Einzig Autorin Kirsten Brodde hatte wirklich Ahnung, konnte aber oft nur Misstände anprangern und auf Marktlücken hinweisen. Spannend fand ich die Informationen zu verschiedenen Siegeln, die fairen Handel oder ökologische Nichtbelastung der Kleidung belegen, vor allem werde ich mich schlau machen zum Global Organic Textile Standard.

Soll ich H&M nun also boykottieren? Das ist, denke ich, nicht vernünftig und praktikabel. H&M ist zwar ein schwarzes Schaf, aber es lebt in einer Herde schwarzer Schafe. Von dem Geld, dass ich bei s’Oliver mehr bezahle, geht leider kein Cent an die Näherin. Stattdessen werde ich mich also auf die Suche nach ansprechender fairer Mode begeben und öfter in Second-Hand-Läden einkaufen.

Habt ihr diese Sendungen verfolgt? Wenn nicht, kann man sie sich noch immer in der ARD Mediathek ansehen. Findet ihr das Thema nur deprimierend oder bewegt es euch auch?

H&M Haul

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Im Sale konnte ich diesen Verlockungen nicht wiederstehen und habe zugegriffen, teils online, teils in der Innenstadt…

doppelreihiger Cardigan, 15€: meine liebste Errungenschaft

Spitzenballerinas, 5€: angezogen sehen sie noch schöner aus, ich bin begeistert!

Kleid, 15€: leider nicht mehr in bordeauxrot und meiner Größe zu haben, jetzt bin ich unsicher, wie ich das kombinieren soll

Stirnband und Armstulpen, je 1€, ist Synthetik und fühlt sich so an

Poncho, 7€: noch ist es Winter und der ist sooooo kuschelig

Bronzer, 6€: damit ist wenigstens im Gesicht etwas Sonne

Armreif, 2,50€: man hätte es sich denken können, er erinnert leider an Kaugummiautomaten

Strohtasche, 10€: ich freu mich schon auf den Sommer, sie wird mich dann begleiten...

Tatort: Verschleppt (SR) – ein würdiger Abgang

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Schade, ich werde den Saarländer Tatort vermissen. Die letzte Folge der Kommissare Kappl (Maximilian Brückner) und Deininger (Gregor Weber) zeigt noch mal eine neue Facette des Saarländer Ermittlerteams und blieb dabei nicht hinter meinen Erwartungen zurück. Diesmal wurde auf private Sorgen und Romanzen verzichtet, dafür war der Fall gruselig und spannend. Er erinnert (wie schon vor wenigen Wochen der enttäuschende Tatort mit Maria Furtwängler) in Teilen an das Schicksal von Natascha Kampusch, denn wieder geht es um entführte junge Mädchen.

Ein abgemagertes, leichenblasses Mädchen scheint auf der Flucht zu sein und wird hinterrücks erstochen. In der Nähe liegt ein weiteres Mädchen, das ebenfalls geisterhaft erscheint und auf nichts reagiert. Beide scheinen über Jahre in einem dunklen Verlies gefangen gehalten worden zu sein, sie tragen merkwürdige Kittel, ihre Haut wurde mit agressiven Putzmitteln bearbeitet und sie sind völlig dehydriert. Die Ermittler sind mit diesem Fall überfordert, die Medien machen Druck unter dem die Kommissare fast zusammenbrechen. Als die Mädchen als Entführungsopfer identifiziert werden, stürzt sich Deininger auf den schon damals verdächtigen Pädophilen Mollet, sucht aber in ihm vergeblich den Schuldigen. Dessen Psychiater erstellt ein anderes Täterprofil, er sucht nach einem überkorrekten, gebildeten Mann. Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn man kann sich den Tatort noch bis Sonntag in der ARD Mediathek anschauen.

Die fieberhafte Suche der verzweifelten Kommissare wird immer wieder unterbrochen von Bildern aus dem gruselig sterilen Verlies, in dem sich noch immer ein Opfer befindet. Auch das Verhalten des ins Krankenhaus eingelieferten Mädchens ist sehr befremdlich. Für den Zuschauer ist dieser Tatort ein ziemlich intensives Erlebnis, denn er erkundet Abgründe menschlichen Verhaltens und findet dafür schlichte, eindrucksvolle Bilder, die mit einem Blaufilter und schrillen Tönen unterlegt sind. Er ist spannend, hat stellenweise ein gutes Tempo und hat mich so überzeugt. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb sich der SR nach nur 7 Fällen von Brückner und Weber trennt, meiner Meinung nach hatten die beiden eine gute Dynamik und durchaus noch Potential.

Review: Val McDermid, Der Erfinder des Todes

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20120120-213254.jpgSelten habe ich mich derart durch einen Krimi quälen müssen… Ich wollte schon seit Jahren etwas von der bekannten Krimiautorin Val McDermid lesen, deren Bücher mir einige Freunde empfohlen hatten. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, aber sie wurden leider nicht erfüllt.

Hauptfigur des Krimis ist die Psychologin Dr. Fiona Cameron, die mit ihren statistischen Analysen international Serienkiller jagt. Es geht um drei verschiedene polizeiliche Ermittlungen: zunächst läuft der Londoner Vergewaltigungs- und Mordfall ihres Polizistenfreunds Steve völlig falsch und Fiona schwört, nie wieder mit der Met zusammenzuarbeiten. Dann löst sie mal eben im Vorübergehen eine Mordserie in Spanien. Der Fokus liegt allerdings auf einer Reihe brutaler Morde an berühmten Krimiautoren. Ein Serienmörder stellt grausame Szenen aus ihrem jeweils bekanntesten Werk nach und tötet die Schriftsteller genau auf die Weise wie sie ihre fiktiven Opfer. Auch Fionas Lebensgefährte, selbst Autor von Krimis, gerät ins Visier des Killers.

Der letzte Handlungsstrang ist für mich wirklich etwas neues und durchaus spannend geschrieben, leider braucht dieser Roman aber viel zu lange, um Tempo zu gewinnen. Viele Seiten werden mit sperrigen Dialogen, unglaubwürdigen Liebesszenen und Gedankengängen über gekränkte Eitelkeit verschwendet. Mir persönlich ist es besonders wichtig, dass die Charaktere lebensecht wirken, hier haben wir es aber leider meist mit unglaubwürdigen, klischeehaften Figuren zu tun, zumindest werde ich mit ihnen überhaupt nicht warm. Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass die Übersetzung das Ganze noch verschlimmert, über so manchen Satz bin ich mehrfach gestolpert. Zur Ehrenrettung dieses Krimis sei noch gesagt, dass er am Ende an Fahrt gewinnt und ich ihn auf den letzten Seiten nicht mehr weglegen konnte. Ich werde Val McDermid also in Zukunft nicht unbedingt meiden, möchte sie aber das nächste Mal im englischen Original lesen.

 

Hüte — nur für Trendsetter?

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Vor ungefähr drei Jahren habe ich angefangen, ab und an Hüte zu tragen. Inzwischen habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl auf der Straße schief angeguckt zu werden, aber Hüte erregen durchaus noch Aufmerksamkeit (ich schätze Sherlock Holmes würde heutzutage eher Käppi tragen…). Man kann sie aber leicht zu lässigen Outfits kombinieren:

Fedora Undercover

Rockin' the Trilby

Boho-Look mit Schlapphut

Was haltet ihr von Hüten — erinnern sie euch an Karneval oder findet ihr sie lässig?

DIY Gesichtsmaske für reine Haut

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Mit natürlichen Inhaltsstoffen geht es Hautunreinheiten an den Kragen! Diese Maske ist nichts für trockene Haut, aber sie bringt normale, ölige und Mischhaut zum Strahlen. 

Zutaten:
+ 5 TL Honig (antiseptische Wirkung, enthält Vitamine und Aminosäuren)
+ 1 TL Apfelessig (Peelingeffekt, denn hoher Gehalt an Fruchtsäure)
+ 1 TL aufgebrühter kalter Grüner Tee (Antioxidantien, Koffein: glättet die Haut)
+ 4 TL Zucker (für das mechanische Peeling)

Anwendung:
Alles sorgfältig vermengen, auf das Gesicht (und Decolleté) auftragen, einmassieren und für ca. 15 min einwirken lassen. Dann mit heißem Wasser abwaschen.

 

TAG Meine ältesten Makeup-Schätzchen

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Das sind meine zwei Schätzchen, die ich schon zu Teenizeiten verwendet habe. Natürlich hat meine Mutti damals guten Geschmack bewiesen, meine Investitionen waren eher hellblauer Lidschatten, viel zu viel Puder und schwarzer Kajal… Davon habe ich mich inzwischen getrennt, während ich dies beiden Antiquitäten noch immer einsetze. Ich habe sie natürlich immer mal wieder desinfiziert und sie machen noch immer einen tollen Job! Der Lidschatten ist von Lancaster, Chameleon Eye Shadow in Olive Attitude 210, ich liebe ihn noch immer! Der Lippenstift ist von Clinique, Long Last Lipstick G4 Lustrous Soft Shine. Den verwende ich nicht mehr so oft, denn die winzigen silbernen Glitzerpartikel bleiben nicht zuverlässig auf meinen Lippen und lassen meine Zähne leicht gelblich wirken. Schade, denn die Textur ist traumhaft weich und pflegend, nicht wirklich „long-lasting“, sie erinnert mich eher an YSL Rouge Volupte. Es gibt diesen Lippenstift übrigens noch immer bei Douglas! Was die Lebensdauer betrifft, kann ich ihn auf jeden Fall empfehlen:))

Bitte fühlt euch getagt und macht mit, es ist doch spannend, in der Vergangenheit herumzuwühlen…

Tatort: Keine Polizei (WDR) — Klassisch oder nicht?

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Dieser Kölner Tatort beginnt klassisch mit Ermittlern, die sich mit prüfendem Blick über eine im Park gefundene Leiche beugen. So weit so gut. Der Tote spielt aber für die nächsten anderthalb Stunden höchstens eine kleine Nebenrolle. Wie sich herausstellt, ist er gestorben, als er sich in einen Überfall eingemischt hat, bei dem ein junger Mann verschleppt wurde. Deshalb ist das Thema des Tatorts weniger Mord, eher Entführung (daher der Titel, nö?). Als alter Tatorthase konnte ich diesen Fall nicht lösen, ich bin an der guten Story und den vielen falschen Fährten gescheitert. Einige Ablenkungsmanöver sind etwas zu detailliert (das eingeschmissene Fenster…) und auch der sozialkritische Hintergrund (Firmen gehen aus verschiedenen Gründen pleite…) nimmt dem Tatort meiner Meinung nach den Schwung, aber er ist eine solide Arbeit.

Obwohl mir das weitgehend klischeefreie Drehbuch gut gefallen hat, kann ich den Tatort nicht enthusiastisch weitermpfehlen. Im Vergleich zu anderen Tatorten ist die Regiearbeit dann doch gewöhnlich und durchaus klassisch, mich stört nicht die obligatorische Currybudenszene und ICH SCHWÖRE es liegt nicht an meinem gekränkten Sofaermittlerstolz, ich glaube, mein Problem mit Keine Polizei ist der mangelnde Schwung, Humor und das insgesamt gesehen eher gemächliche Tempo. Tragik ist einfach nicht so nach meinem Geschmack. Wer dafür offener ist, sollte sich den Tatort bis zum nächsten Sonntag in der ARD-Mediathek ansehen.