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Anna im Wunderland

~ Abenteuer in der wunderbaren Welt des Konsums

Anna im Wunderland

Kategorien-Archiv: Entertainment

Tatort: Kein Entkommen (ORF)

06 Montag Feb 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Flimmerkiste, Tatort

≈ 2 Kommentare

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Kein Entkommen, ORF, Tatort

Wenn ich richtig mitgezählt habe, waren es gestern abend 15 Tote, das dürfte ein Tatortrekord sein. Doch „Kein Entkommen“ lebt nicht von Effekthascherei durch Gewalteskalation, der Film beginnt sogar recht gemächlich. Kommissar Eisner liegt mit Grippe im Bett, als ihn der Anruf ereilt, dass ein Student bei seinem Nebenjob als Wäschereifahrer erschossen wurde.

Schnell wird klar, dass die Kugel eigentlich für Fahrer Josef Müller bestimmt war, mit dessen spektakulärer Flucht in Schlafanzugshose der Tatort plötzlich Fahrt aufnimmt. Das Tempo ist von jetzt an rasend schnell: Josef Müller heißt eigentlich Mirko Gradic und ist ehemaliger serbischer Kriegsverbrecher. Damit seiner Frau und seinem Sohn Polizeischutz gewährt werden, gibt er bereitwillig ein Notizbuch heraus, in dem er viele Gräueltaten, Namen der Täter und Orte von Massengräbern verzeichnet hat. Doch als Verräter wird er weiter gnadenlos von seinen ehemaligen Kameraden gejagt und so geschickt er sich auch wehrt, immer mehr Polizisten und andere Beteiligte müssen sterben.

Das Bild, das hier von den serbischen Immigranten gezeigt wird, ist ein düsteres. Die Jugend wird als gewalttätig und fanatisch dargestellt, der Konflikt scheint den Auswanderern in ihre neue Heimat zu folgen, ob sie es wollen oder nicht. Der Balkankrieg mag offiziell schon lange vorüber sein, doch die Konsequenzen sind für die Beteiligten noch heute spürbar. Dem schwierigen Thema wird dieser Tatort gerecht, indem er auf die gewohnte Auflösung mit Happy End verzichtet. Für den Zuschauer mag das offene Ende unbefriedigend sein, aber ich wüsste keine glaubwürdige, bessere Alternative.

(c) rbb/ORF/Peter Domenigg

„Kein Entkommen“ zeichnet sich für mich persönlich außerdem dadurch aus, dass es sich um den allerersten Wiener Tatort handelt, in dem mich Kommissar Eisners wie immer mürrische Art nicht gestört hat. Im Zusammenspiel mit seiner emotionalen Assistentin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) wirkt seine Misanthropie fast als stimmiger Gegenpol, die beiden überzeugen immer mehr als Ermittlerteam der österreichischen Hauptstadt. Also: bitte ansehen! Gerne bis nächsten Sonntag in der –> ARD-Mediathek

Christina Perri: Sound und Style

03 Freitag Feb 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Musik, Style

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Christina Perri, Mode, Musik, Star, Stil, Style

Mir gefällt das Album lovestrong. von Christina Perri, die ja in Europa mit der Ballade „Jar of Hearts“ und ihren Tracks aus dem Twilight Film bekannt geworden ist, sehr gut. Zu Twilight hatte ich mich ja hier schon geäußert, aber ich nehme es dieser jungen Künstlerin nicht übel, dass sie diese Filme für Publicity genutzt hat. Mein persönliches Lieblingslied hat damit allerdings nichts zu tun und das hat mir doch tatsächlich meine Mutter vorgestellt, es heißt „Bang Bang Bang“:

Da gerade junge, weibliche Stars immer wieder Modetrends starten oder beeinflussen, wollte ich mich hier mit ihrem Kleidungsstil befassen. Nachdem ich mir viele, viele Fotos angesehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Christina’s persönlicher Stil sehr lässig, einfach und ein wenig verrockt ist. Sie trägt sehr oft Jeans, Boots, Streifenshirts und Nietenarmbänder, nichts wirtklich Ungewöhnliches.

(c) Christina Perri

Vor allem der Armreif gefällt mir...

Auf dem roten Teppich und auf der Bühne sieht das etwas anders aus, hier sieht man sie oft in sehr mädchenhaften Kleidern. Diese sind oft tailliert, unten ausgestellt und aus feineren Materialien wie beispielsweise Spitze oder leichten, hellen Stoffen, also durchaus ‚girly‘. Mit ihren vielen Tattoos, der breiten blonden Strähne und DocMartens kombiniert wirkt das Ganze dennoch rockig, es erinnert mich entfernt an Avril Lavigne.

Ein glitzeriges Bühnenoutfit

Auch wenn ihr Stil nicht völlig neu und revolutionär ist, gefällt er mir doch ganz gut. Christina wirkt eigentlich nie zu zurechtgemacht und verkleidet. Wie findet ihr sie — musikalisch und modisch?

Das perfekte Model (Vox)

01 Mittwoch Feb 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Flimmerkiste

≈ 3 Kommentare

Schlagwörter

Das perfekte Model, Fernsehen, Medien, Meinung, Review, Rezension, Vox

Ich stehe dazu: ich liebe Mädelsabende vor dem Fernseher, dabei über die Figur/den Intellekt/die Frisur der wunderschönen Protagonistinnen zu lästern und sich nebenbei tütenweise Kartoffelchips reinzupfeifen. Vielleicht macht mich das zu einem schlechten Menschen, mein IQ fällt wahrscheinlich bei jeder Sendung um 10 Punkte, aber nichts macht so viel Spaß wie ab und an zu sündigen…

Sündigen war auch Thema des Fotoshoots (c) Vox / Carsten Sander

Für derartige Vorhaben eignen sich traditionell Formate wie Germany’s Next Topmodel oder Die Model WG perfekt, jetzt zieht Vox mit Das perfekte Model nach. Aber halt – angeblich soll es hier professionell zugehen, wie im echten Modebusiness, hart, aber nicht so gemein wie bei Heidi. Der Konkurrenzkampf soll vor allem zwischen den Jurorinnen Eva Padberg und Karolina Kurkova stattfinden, die sich als Coaches um jeweils 10 Kandidatinnen kümmern und natürlich die Gewinnerin in ihrem Team haben möchten (The Voice of Germany lässt grüßen).

Die Premiere am gestrigen Abend erinnerte aber doch stark an das erfolgreiche Next Topmodel Format. Weinerliche und absolut überflüssige Homestories, dann ab auf den Laufsteg und möglichst mit der Jury Salsa tanzen, soweit nichts Neues. Besonders bitter ist mir aufgestoßen, dass einige Kandidatinnen fast im Bohlenstil vorgeführt werden: wer nicht der Size Zero Norm entspricht, erntet abfällige Blicke der Jury und Kommentare zur Fehleinschätzung seines Modelpotentials. Extrem genervt hat mich auch die pikierte Reaktion der Jury, als einige Möchtegernmodels beim Völlerei-Shooting tatsächlich gegessen haben („Dir muss so schlecht sein…“). Es ist nur ESSEN!

Karolina Kurkova und Eva Padberg (c) Vox

Immerhin inszenieren sich die Modelvorbilder Eva und „KK“ nicht wie Heidi Klum als glamouröse Hollywoodstars, sondern fahren betont bodenständig auf Hollandrädern vor und haben zu einem gewissen Grad auch Geduld mit den Mädchen, das zeigt sich zum Beispiel, als eine 16-Jährige am zweiten Tag freiwillig abreist und Karolina ihr alles Gute wünscht und sagt „This job is not for everybody.“ Mir gefällt auch der Sprachmix, der zwar Karolinas mangelnden Deutschkenntnissen geschuldet ist, aber eigentlich das Modegeschäft auszeichnet (ich könnte allerdings auf die ständigen Voiceovers verzichten). Hoffentlich kommen bald auch internationale Aufträge, nicht nur Shootings in fremden Ländern für Otto oder Müllermilch. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Fokus auf klassischem Reality-TV und guter Quote liegt und weniger auf der Suche nach einem spektakulären Talent. Leider fehlt der unaufgeregten Sendung auch ein wenig Schwung, hoffentlich zieht das Tempo in den nächsten Folgen etwas an. Meine Chips und ich sind am nächsten Dienstag jedenfalls noch mal dabei.

Weitere Meinungen: Reni von Frag die Gurus hat die Sendung gefallen, Steven mag sie auch lieber als GNTM, der GNTM-Blog spricht schon von DpM, Yavi von Styleranking erklärt die Sendung hingegen für überflüssig.

Wie fandet ihr die erste Folge? Oder schaut ihr euch das gar nicht erst an?

Tatort: Schmuggler — Klassisches vom Bodensee

30 Montag Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Flimmerkiste, Tatort

≈ 4 Kommentare

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Fernsehen, Film, Filme, Tatort

Manchmal habe ich nichts dagegen mich von einem klassischen „Whodunnit“ unterhalten zu lassen. Der Konstanzer Tatort bietet solide Krimiunterhaltung und erinnert mich damit an viele Familienfernsehabende in den 90ern.

Das Mordopfer ist von Beruf Zöllner, es geht um Schwarzgeld, Schmuggel und Korruption an der deutsch-schweizerischen Grenze. Als Zuschauer rätselt man bis zum Schluss mit, wer es denn nun gewesen sein kann. Eine gewisse Spannung vermittelt dieser Tatort also schon, dabei ist das Tempo allerdings eher gemächlich. Dafür sorgt vor allem Kommissarin Klara Blum, die sich weder von Geiselnahmen, noch von ihrem nörgelnden Kollegen Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) oder ihrer leicht überdrehten neuen Assistentin aus der Ruhe bringen lässt. Schmuggler lebt auch von mitunter recht derbem Witz, zum Beispiel fassen sich die Ermittler versehentlich an die Bluse beziehungsweise in den Schritt als das Licht ausgeht und kommentieren das mit „Das war meine Waffe.“ Ich kann mich darüber amüsieren, tendiere aber auch grundsätzlich dazu, Tatortreihen, die ich schon lange verfolge und ‚kenne‘ vieles zu verzeihen. Fans des anspruchsvollen, subtilen Humors werden hier allerdings nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen.

Für einen Wohlfühl-Krimiabend steht „Schmuggler“ noch eine Woche lang jeweils von 20 bis 6 Uhr in der ARD-Mediathek zur Verfügung.

Aktion „Lesefreunde teilen Lesefreude“

28 Samstag Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment

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Bücher, Buch, Lesefreude, Lesefreunde, Lesen, Welttag des Buches


Welttag des Buches ist erst am 23.4.2012, aber die Stiftung Lesen ruft schon jetzt die Aktion „Lesefreu(n)de“ aus. Wenn ihr euch hier registriert, könnt ihr zu 33.333 Viellesern gehören, denen jeweils 30 Bücher überreicht werden. Diese könnt ihr dann im März umsonst bekommen und unter euren Freunden und Bekannten verteilen. Zur Auswahl stehen 25 verschiedene Titel, unter anderem Daniel Kehlmanns Vermessung der Welt oder auch Jane Austens Stolz und Vorurteil. Mitmachen lohnt sich also! Viel Spaß!

H&M Markencheck (ARD)

27 Freitag Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Flimmerkiste

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Fair Trade, Fairer Handel, H&M, Mode

Eigentlich waren mir die Misstände in der Textilindustrie ja schon vor dem ARD Themenabend am Montag bekannt (deshalb auch mein Post über Fair-Trade-Mode), aber da sind sie mir noch mal bewusster geworden. Ich lasse mich von schöner Kleidung und günstigen Preisen immer wieder vom Wesentlichen ablenken und greife zu H&M-Schnäppchen (siehe H&M Haul). Wie der Markencheck deutlich macht, unterstütze ich damit aber Kinderarbeit in Ländern wie Bangladesch. Das möchte ich natürlich nicht!

Wie und vor allem wo kann ich mich also als Verbraucher guten Gewissens einkleiden? Damit beschäftigte sich im Anschluss die Diskussionsrunde „Mein Kleid, dein Leid — wer zahlt den Preis für billige Mode?“ bei Hart aber Fair, die mit Vertretern aus Mode, Journalismus und Politik besetzt war. Erschreckend, wie wenig Ahnung und Interesse die Vertreter der Modebranche hatten! Dass mich Herr Niebel aufregen würde, war von Anfang an klar, was hat auch ein FDP-Politiker in der Entwicklungspolitik zu suchen?? Er redete die Situation von Anfang bis Ende des Sendung schön und bewies wieder einmal, dass ihm die Lage der deutschen Wirtschaft viel mehr bedeutet als das Schicksal armer Arbeiter im fernen Asien. Einzig Autorin Kirsten Brodde hatte wirklich Ahnung, konnte aber oft nur Misstände anprangern und auf Marktlücken hinweisen. Spannend fand ich die Informationen zu verschiedenen Siegeln, die fairen Handel oder ökologische Nichtbelastung der Kleidung belegen, vor allem werde ich mich schlau machen zum Global Organic Textile Standard.

Soll ich H&M nun also boykottieren? Das ist, denke ich, nicht vernünftig und praktikabel. H&M ist zwar ein schwarzes Schaf, aber es lebt in einer Herde schwarzer Schafe. Von dem Geld, dass ich bei s’Oliver mehr bezahle, geht leider kein Cent an die Näherin. Stattdessen werde ich mich also auf die Suche nach ansprechender fairer Mode begeben und öfter in Second-Hand-Läden einkaufen.

Habt ihr diese Sendungen verfolgt? Wenn nicht, kann man sie sich noch immer in der ARD Mediathek ansehen. Findet ihr das Thema nur deprimierend oder bewegt es euch auch?

Tatort: Verschleppt (SR) – ein würdiger Abgang

25 Mittwoch Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Filme, Flimmerkiste, Tatort

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SR, Tatort, Verschleppt

Schade, ich werde den Saarländer Tatort vermissen. Die letzte Folge der Kommissare Kappl (Maximilian Brückner) und Deininger (Gregor Weber) zeigt noch mal eine neue Facette des Saarländer Ermittlerteams und blieb dabei nicht hinter meinen Erwartungen zurück. Diesmal wurde auf private Sorgen und Romanzen verzichtet, dafür war der Fall gruselig und spannend. Er erinnert (wie schon vor wenigen Wochen der enttäuschende Tatort mit Maria Furtwängler) in Teilen an das Schicksal von Natascha Kampusch, denn wieder geht es um entführte junge Mädchen.

Ein abgemagertes, leichenblasses Mädchen scheint auf der Flucht zu sein und wird hinterrücks erstochen. In der Nähe liegt ein weiteres Mädchen, das ebenfalls geisterhaft erscheint und auf nichts reagiert. Beide scheinen über Jahre in einem dunklen Verlies gefangen gehalten worden zu sein, sie tragen merkwürdige Kittel, ihre Haut wurde mit agressiven Putzmitteln bearbeitet und sie sind völlig dehydriert. Die Ermittler sind mit diesem Fall überfordert, die Medien machen Druck unter dem die Kommissare fast zusammenbrechen. Als die Mädchen als Entführungsopfer identifiziert werden, stürzt sich Deininger auf den schon damals verdächtigen Pädophilen Mollet, sucht aber in ihm vergeblich den Schuldigen. Dessen Psychiater erstellt ein anderes Täterprofil, er sucht nach einem überkorrekten, gebildeten Mann. Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn man kann sich den Tatort noch bis Sonntag in der ARD Mediathek anschauen.

Die fieberhafte Suche der verzweifelten Kommissare wird immer wieder unterbrochen von Bildern aus dem gruselig sterilen Verlies, in dem sich noch immer ein Opfer befindet. Auch das Verhalten des ins Krankenhaus eingelieferten Mädchens ist sehr befremdlich. Für den Zuschauer ist dieser Tatort ein ziemlich intensives Erlebnis, denn er erkundet Abgründe menschlichen Verhaltens und findet dafür schlichte, eindrucksvolle Bilder, die mit einem Blaufilter und schrillen Tönen unterlegt sind. Er ist spannend, hat stellenweise ein gutes Tempo und hat mich so überzeugt. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb sich der SR nach nur 7 Fällen von Brückner und Weber trennt, meiner Meinung nach hatten die beiden eine gute Dynamik und durchaus noch Potential.

Review: Val McDermid, Der Erfinder des Todes

20 Freitag Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Bücher, Entertainment

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Buch, Krimi, Review, Rezension

20120120-213254.jpgSelten habe ich mich derart durch einen Krimi quälen müssen… Ich wollte schon seit Jahren etwas von der bekannten Krimiautorin Val McDermid lesen, deren Bücher mir einige Freunde empfohlen hatten. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, aber sie wurden leider nicht erfüllt.

Hauptfigur des Krimis ist die Psychologin Dr. Fiona Cameron, die mit ihren statistischen Analysen international Serienkiller jagt. Es geht um drei verschiedene polizeiliche Ermittlungen: zunächst läuft der Londoner Vergewaltigungs- und Mordfall ihres Polizistenfreunds Steve völlig falsch und Fiona schwört, nie wieder mit der Met zusammenzuarbeiten. Dann löst sie mal eben im Vorübergehen eine Mordserie in Spanien. Der Fokus liegt allerdings auf einer Reihe brutaler Morde an berühmten Krimiautoren. Ein Serienmörder stellt grausame Szenen aus ihrem jeweils bekanntesten Werk nach und tötet die Schriftsteller genau auf die Weise wie sie ihre fiktiven Opfer. Auch Fionas Lebensgefährte, selbst Autor von Krimis, gerät ins Visier des Killers.

Der letzte Handlungsstrang ist für mich wirklich etwas neues und durchaus spannend geschrieben, leider braucht dieser Roman aber viel zu lange, um Tempo zu gewinnen. Viele Seiten werden mit sperrigen Dialogen, unglaubwürdigen Liebesszenen und Gedankengängen über gekränkte Eitelkeit verschwendet. Mir persönlich ist es besonders wichtig, dass die Charaktere lebensecht wirken, hier haben wir es aber leider meist mit unglaubwürdigen, klischeehaften Figuren zu tun, zumindest werde ich mit ihnen überhaupt nicht warm. Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass die Übersetzung das Ganze noch verschlimmert, über so manchen Satz bin ich mehrfach gestolpert. Zur Ehrenrettung dieses Krimis sei noch gesagt, dass er am Ende an Fahrt gewinnt und ich ihn auf den letzten Seiten nicht mehr weglegen konnte. Ich werde Val McDermid also in Zukunft nicht unbedingt meiden, möchte sie aber das nächste Mal im englischen Original lesen.

 

Tatort: Keine Polizei (WDR) — Klassisch oder nicht?

08 Sonntag Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Entertainment, Tatort

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Schlagwörter

Keine Polizei, Tatort, WDR

Dieser Kölner Tatort beginnt klassisch mit Ermittlern, die sich mit prüfendem Blick über eine im Park gefundene Leiche beugen. So weit so gut. Der Tote spielt aber für die nächsten anderthalb Stunden höchstens eine kleine Nebenrolle. Wie sich herausstellt, ist er gestorben, als er sich in einen Überfall eingemischt hat, bei dem ein junger Mann verschleppt wurde. Deshalb ist das Thema des Tatorts weniger Mord, eher Entführung (daher der Titel, nö?). Als alter Tatorthase konnte ich diesen Fall nicht lösen, ich bin an der guten Story und den vielen falschen Fährten gescheitert. Einige Ablenkungsmanöver sind etwas zu detailliert (das eingeschmissene Fenster…) und auch der sozialkritische Hintergrund (Firmen gehen aus verschiedenen Gründen pleite…) nimmt dem Tatort meiner Meinung nach den Schwung, aber er ist eine solide Arbeit.

Obwohl mir das weitgehend klischeefreie Drehbuch gut gefallen hat, kann ich den Tatort nicht enthusiastisch weitermpfehlen. Im Vergleich zu anderen Tatorten ist die Regiearbeit dann doch gewöhnlich und durchaus klassisch, mich stört nicht die obligatorische Currybudenszene und ICH SCHWÖRE es liegt nicht an meinem gekränkten Sofaermittlerstolz, ich glaube, mein Problem mit Keine Polizei ist der mangelnde Schwung, Humor und das insgesamt gesehen eher gemächliche Tempo. Tragik ist einfach nicht so nach meinem Geschmack. Wer dafür offener ist, sollte sich den Tatort bis zum nächsten Sonntag in der ARD-Mediathek ansehen.

Buchempfehlung: Lisa Lutz und ihre Familie Spellmann

07 Samstag Jan 2012

Posted by annaimwunderland in Bücher, Entertainment

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Schlagwörter

Bücher, Buch, Lisa Lutz, Spellmans, The Spellman Files

Die aktuell vier Bücher aus dieser Reihe habe ich einfach nur VERSCHLUNGEN. Sie sind spannend, witzig, originell, gefühlvoll, unterhaltsam und alles, was ich mir von einem Roman wünsche. Sie sind auch der Beweis, dass ein intelligent geschriebenes Buch nicht anstrengend sein muss. Ich kann den 28.2. kaum erwarten, dann erscheint endlich Trail of the Spellmans.

Das rosane Cover der britischen Ausgaben mag den Käufer zu der irrigen Annahme verleiten, dass es sich hier um Chick Lit, kitschige Frauenliteratur, handelt, aber so würde ich keinen dieser Romane klassifizieren. Zwar sind die Romane aus der Perspektive einer jungen Frau geschrieben und Liebe spielt mitunter auch eine Rolle, aber hauptsächlich dreht sich die Handlung um das Familiengeschäft.

Die Eltern Spellman betreiben eine Detektei, Izzy (eigentlich Isabel) arbeitet hier und ihre jüngere Schwester Rae hilft auch engagiert aus, nur ihr scheinbar perfekter Bruder hält sich als Anwalt aus dem Familienbetrieb und Treiben weitestgehend heraus. Die Arbeitsmethoden spielen nämlich auch im Familienleben eine große Rolle: alle leben ihre Paranoia fröhlich aus und bespitzeln sich gegenseitig. Nebenbei ermitteln sie auch noch in teils spannenden Fällen.

Absolut lesenswert, ich LIEBE diese Reihe! Weil ich dem einzigartigen Humor mit meiner Schreiberei hier nicht gerecht werden kann, folgt ein Ausschnitt aus dem ersten Band, The Spellman Files:

Prologue

San Francisco, Night

I duck into the parking garage, hoping to escape. But my boots echo on the slick cement, broadcasting my location to anyone listening. And I know they are listening. I make a mental note to myself not to wear these shoes again if there is a chance I’ll get involved in a pursuit.

I start to run up the spiral driveway of the garage, knowing they’ll never match my pace. The sound of my strained breath now masks the echo of my footsteps. Behind me, I hear nothing.

I stop in my tracks to listen more closely. One car door, then another, shuts and an engine turns over. I try to predict their next move as I scan the lot for Daniel’s car.

Then I spot it — a midnight blue BMW — eclipsed on either side by two enormous SUVs. I rush to the newly waxed four-door sedan and put the key in the lock.

The scream of the car alarm hits me like a punch in the stomach. I’m breathless for a moment as I recover. I had forgotten about the security system. I drive a twelve-year-old Buick that unlocks with a freakin‘ key! the way it’s supposed to.

My thumb fumbles with the remote device until the siren stops. I can hear the other car inching up the driveway, moving slowly just to torture me. I finally press the button that unlocks the door.

Car Chase #3

The nondescript Ford sedan cuts past my vehicle, giving me enough time to screech out of the parking space before it blocks my path down the driveway. As I zoom out of the garage, I check my rearview mirror and see the Ford right on my tail.

I shoot across the street, making a sharp left. My foot hits the floor. I am surprised by the smooth, rapid acceleration of the luxury vehicle. I realize there are reasons people buy these cars beyond concerns of vanity. I remind myself not to get used to it.

The speedometer reads 50 mph in no time flat. The Ford is about a hundred meters back, but closing in. I slow down to get them close on my tail and then overshoot the right turn onto Sacramento Street, but they know all my tricks and stay right behind me.

Speeding over two hills, the BMW, followed by the Ford, reaches downtown in record time. I check the fuel gauge. Maybe an hour of high-speed driving left. I turn right into an alley and sweep through to the other side, making a left turn onto a one-way street, going the wrong way. Two cars sound their horns and careen out of my trajectory. I check my mirror, expecting to have made some headway, but I can’t shake them.

Driving south of Market Street, I accelerate one last time, more as an act of showmanship than an attempt to escape. I follow it up by slamming on my brakes. I do it just to rattle them, just to remind them that I am still in control.

The Ford screeches to a halt about ten feet behind the BMW. I turn off the ignition and take a few deep breaths. I casually get out of the car and walk over to the sedan.

I knock on the driver’s-side window. A moment passes and the window rolls down. I put my hand on the hood of the car and lean in just a bit.

„Mom. Dad. This has to stop.“

Copyright © 2007 Lisa Lutz

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