Heilerdemaske gegen Pickel: Effektiv und günstig

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Vor einem halben Jahr habe ich bei Youtubeguru Ninagirl3 von der Heilerdemaske, die gegen Mitesser, Pickel, ölige Haut und sogar Akne hilft, gehört. Ich bin total begeistert davon, denn mein Hautbild hat sich dadurch sichtbar verbessert. Heilerde gibt es in der Apotheke oder bei DM für weniger als 5€. Wichtig: Heilerde für die äußere Anwendung kaufen! Das Ganze ist übrigens auch sehr günstig; meine erste Packung ist immer noch halb voll und das obwohl ich folgendes Treatment ungefähr zwei Mal in der Woche anwende:

1. Zuerst binde ich meine Haare zurück und wasche mir sorgfältig die Hände.

2. Ich reinige mein Gesicht wie jeden Abend mit einem Waschgel oder einer Reinigungsmilch.

3. Jetzt wende ich ein Peeling an, damit tote Hautschüppchen entfernt werden.

4. Ich mache ein Dampfbad für mein Gesicht, um die Poren zu öffnen. Grüner Tee reduziert Entzündungen, deshalb nehme ich zwei Teebeutel davon und schütte einen Liter kochendes Wasser darüber. Ich lehne mich dann über das Gefäß und lege ein Handtuch über meinen Kopf. So verbleibe ich ein paar Minuten in einem Abstand, in dem meine Haut erwärmt, aber nicht gereizt wird.

5. Nun rühre ich die Heilerdemaske in einer kleinen Schüssel an. Es genügt ein gehäufter Esslöffel Heilerde auf einen EL Wasser. Die leicht flüssige Mischung verteile ich mit einem Backpinsel im Gesicht und lasse sie trocknen.

6. Wenn die Heilerde vollständig getrocknet ist, nimmt die Maske eine hellgrüne Farbe an (das sieht natürlich monstermäßig aus…). Das Ganze wasche ich mit lauwarmem Wasser ab.

Die Haut fühlt sich tiefengereinigt und weich an, man hat das Gefühl, dass die Heilerde alles Öl aus den Poren gezogen hat. Deshalb kann ich mir aber auch gut vorstellen, dass diese Maske nicht für trockene Haut geeignet ist und nicht zu oft angewendet werden sollte. Wenn sich die Haut trocken anfühlt, kann man sie natürlich auch noch eincremen. Hier Ninagirl3s Video, die Heilerdemaske zeigt sie ab 4:15:

Tatort: Ein ganz normaler (schnarchlangweiliger) Fall

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In diesem Münchner Tatort tauchen die Kommissare Batic und Leitmayr in die Welt des Judentums ein. Die Anfangseinstellung zeigt das Begräbnis einer jungen Frau, Leah Berger. Ihr Vater Rafael ist über deren Selbstmord aufgebracht, beschuldigt ihren Rabbi Grünberg und wird schon wenig später selbst ermordet in der Synagoge aufgefunden. Neben seinen Leichnam ist in Blut das Wort „Moser“ geschrieben. Es verweist auf das jüdische Gesetz „Din Moser“, demgemäß ein Jude, der im Begriff ist einen anderen Juden zu verraten, getötet werden darf.

Das sorgt in der Synagoge für Aufruhr. Aaron, Rabbi Grünbergs leicht behinderter Schützling, droht mit Selbstmord, weil die Routine durch die Morduntersuchung unterbrochen wird. Schnell findet sich aber in Jonathan Fränkel ein Verdächtiger. Leah hatte seine Familie mietfrei wohnen lassen, ihr Vater verlangte nach ihrem Tod die ausstehenden Mietzahlungen und erwirkte eine Räumungsklage. Eine weitere Spur ergibt der Obduktionsbericht, demnach Leah zum Zeitpunkt ihres Todes schwanger war. Bergers Partner Grossman hatte ein Verhältnis mit ihr. Mehr möchte ich nicht verraten, schließlich macht es ja keinen Spaß Tatort zu gucken ohne zu grübeln wer denn nun der Mörder ist.

Parallel findet im Kommissariat die Wahl zum „Polizist des Jahres“ statt. Die beiden Mordkommissare haben gute Chancen, stehen sich aber selbst im Weg. Diese Storyline soll den Tatort wohl etwas auflockern, wird aber so klein gehalten, dass es nicht gelingt.

Üblicherweise zeichnet die Münchner Tatorte viel Schwung und eine Prise Humor aus. In diesem Fall wirkt die wenige Komik beinahe unglaubwürdig im Zusammenhang mit der melancholischen Grundstimmung. Für mich war das größte Problem, dass den religiösen Moralapostelfiguren so viel Sprechzeit eingeräumt wurde. Dieser Tatort konnte mich jedenfalls nicht mitreißen, um nicht zu sagen, ich fand ihn grottenlangweilig.

In der Mediathek kann man sich den Tatort übrigens noch eine Woche nach der Ausstrahlung ansehen.

Californication = Sex and the City für Männer?

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Zunächst einmal: Californication ist nichts für brave Moralapostel. Alkohol, Drogen, Sex und Promiskuität spielen in dieser Showtime-Serie die Hauptrolle. Mich hat der Titel an das Album von den Red Hot Chili Peppers erinnert, weshalb ich überhaupt eingeschaltet habe. Inzwischen habe ich aber begriffen, dass sich der Name aus California (Drehort ist L.A.) und Fornication (Unzucht) zusammensetzt und damit zentrale Themen der Sendung aufgreift.

Die Hauptfigur der Serie heißt Hank Moody, brilliant gespielt von David Duchovny (Akte X), er ist ein erfolgreicher, aber inzwischen abgestürzter Schriftsteller aus New York. Seitdem sein Bestseller als Hollywoodschnulze verfilmt wurde, leidet er an einer Schreibblockade. Außerdem ist seine Exfrau Karen, die er immer noch liebt, mit seiner Tochter Becca nach L.A. gezogen, also folgt er ihnen dorthin. Was er auch tut, es läuft schief, aber Hank ist dabei so unendlich lässig, dass man nur laut lachen kann.

Egal ob Mann oder Frau, wer schwarzen Humor mag und kein Problem mit versauten Witzen hat, wird Californication lieben. RTLII strahlt die Serie in Deutschland aus, man sollte sie sich aber auf jeden Fall im englischen Original ansehen, in der Übersetzung gehen leider viele Anspielungen und Wortspiele verloren. Absolut empfehlenswert!!!

Für eine Castingshow sehens- und hörenswert: The Voice of Germany

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Das Kooperationsprojekt von Sat1 und Pro7 startete gestern und vorgestern und ich kann nicht nachvollziehen, wie sich tatsächlich mehr Zuschauer für Bohlens Supertalent entscheiden konnten. Die beiden Sender hatten sich für den Ableger von John de Mol’s The Voice das ehrenwerte Ziel gesetzt, wahren Gesangstalenten eine Chance zu geben und sie mit Respekt zu behandeln. Die prominent besetzte Jury mit Nena, Rea, Xavier Naidoo und The Boss Hoss bezeichnet sich als Coaches und sammelt in den ersten Shows Teams aus Kandidaten, für die sie sich allein aufgrund der Stimme entscheiden. Im Folgenden bereiten sie ihre Sänger auf die Auftritte vor und lassen sie gegeneinander antreten (im Privatfernsehen muss man so etwas selbstverständlich als „Battle“ bezeichnen).

Soweit so gut. Die Castingagentur hat großartige Vorarbeit geleistet und für jeden Zuschauergeschmack einen gesanglich wirklich begabten Kandidaten gefunden, von Boybandbubi über Rockröhre zu Daddy Cool. Dafür, dass es in dieser Show nur um die Stimme gehen soll, sehen die meisten der Sänger allerdings auffällig gut aus. Damit kann ich nun gut leben, was mich aber wahnsinnig stört, sind die grässlichen Homevideos und die mit dramatischer Musik hinterlegten Szenen hinter den Kulissen inklusive der völlig nichtssagenden Interviews und Kommentare. Absolute Zeitverschwendung. In dieser Hinsicht ist The Voice of Germany ein großer Schritt zurück nach Raab’s Castingshows von SSDSGPS zu Unser Star für Oslo, die auf solche kitschigen Momente weitgehend verzichtet hatten.

Trotzdem werde ich wohl noch das ein oder andere Mal einschalten, denn hörenswert sind die Beiträge allemal und der Jury – ach nein, den Coaches – hört man gerne zu. Ihre Fachkompetenz zweifle ich nicht an und ihr Interesse und Enthusiasmus sind sehr glaubwürdig. Für eine Castingshow ist The Voice of Germany also einigermaßen sehenswert.

DER deutsche Comedygott: ♥Loriot♥

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Herr Dr. Klöbner und Herr Müller-Lüdenscheid

Manchmal vergisst man ja die Klassiker, als ich aber gestern über die Loriot-App gestolpert bin, musste ich mal wieder herzlich lachen. Heute Abend kommen die sechs DvDs der vollständigen Fernsehedition zum Einsatz, ich freu mich schon.  Ich sag nur: „Es saugt und bläst der Heinzelmann wo Mutti sonst nur saugen kann!“

Meine Beautyallzweckwaffe: Olivenöl

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Olivenöl ist für mich nicht nur aus der Küche, sondern auch aus dem Bad nicht mehr wegzudenken. Zum einen eignet es sich als Make-up-Entferner, zum anderen zur Haar- und Hautpflege. Grundsätzlich gilt es bei den verschiedenen Angeboten auf das Label „natives Olivenöl extra“ zu achten, das bedeutet nämlich, dass der Säuregehalt wegen der schonenden Kaltpressung unter 0,8% liegt.

Als Haarkur verwende ich Olivenöl, indem ich eine kleine Menge in meinen Händen verteile und von den Spitzen aufwärts in die Haare einarbeite. Ich gehe nicht ganz bis zu den Ohren, sonst wirken die Haare später fettig. Das mache ich abends, knote meine Haare zu einem Dutt, lege ein Handtuch auf mein Kopfkissen und schlafe auf der Kur. Um die Wirkung über Wärme zu intensivieren, kann man das Ganze noch anfönen, bei der langen Einwirkzeit ist das aber nicht nötig. Am nächsten Morgen wasche ich meine Haare gründlich aus und – voila – sie sehen viel gesünder aus.

Zum Abschminken verdünne ich das Olivenöl mit etwas Wasser (Achtung: die Lösung immer vor Gebrauch schütteln, sie verbindet sich nicht) und verteile es auf einem Wattepad. Olivenöl entfernt sogar wasserfestes Augenmakeup, man braucht allerdings manchmal mehrere Pads.

Um meine Pinsel zu reinigen, wasche ich sie mit sanftem Kindershampoo. Vorher entferne ich aber schon viel Produkt, indem ich sie auf einem Kosmetiktuch hin und her reibe, das ich in Olivenöl getränkt habe. So ist schon die meiste Farbe entfernt und Echthaarpinsel werden zusätzlich gepflegt.

Olivenöl eignet sich auch dazu, besonders trockene Hautstellen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Da meine Hände im Winter oft trocken sind, verreibe ich manchmal Olivenöl darauf, ziehe Baumwollhandschuhe darüber und gehe damit schlafen. Am nächsten Morgen sind meine Hände und Fingernägel intensiv gepflegt.

Olivenöl ist also nicht nur beim Kochen sondern auch bei der Schönheitspflege ein echter Alleskönner!

Fellwesten – meine besten Freunde im Winter

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Im letzten Winter habe ich in eine hüftlange, graubraune Fake-fur-Weste investiert. Besonders bei modischen Experimenten gebe ich nicht viel Geld aus, weil mich mitunter doch der Mut verlässt und so manches gewagtere Kleidungsstück in meinem Schrank verkümmert. Also habe ich sie gebraucht bei Ebay erstanden, trage sie aber nun ständig. Sie ist einfach so kuschelig, es fühlt sich an, als hätte man ständig seinen Teddy dabei.

Mir ist aufgefallen, dass sich der Trend in diesem Winter wohl durchgesetzt hat. Im letzten Jahr habe ich noch viel Häme ertragen müssen, inzwischen kommt kaum noch Kritik. Allerdings sollte man darauf achten, wie man derart voluminöse Teile kombiniert. Um nicht optisch 15 Kilo zuzunehmen, setze ich auf Jeggins, Shorts mit Strumpfhose, schmale Röcke oder Kleider. Ich finde, eine Fellweste komplettiert stilistisch perfekt den 70er Boho-Chic und hält so schön warm! Die Auswahl ist auch wirklich groß…

Weste von Promod; Jeans, Longsleeve, Ring von Esprit

Warum Twilight bei mir Würgreiz auslöst

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Mit dem Kinostart des neuen Twilightfilms hört man wieder an allen Ecken und Enden Geschnatter über Team Edward oder Team Jake. Ich bin erschrocken, dass sich diese Namen überhaupt in mein Gehirn hineinfressen konnten, während ich Goethes Geburtsdatum schon wieder vergessen habe, schlimm.

Einige meiner Freunde verstehen nicht, wie ich das Fantasygenre mögen und Twilight so hassen kann, aber dafür gibt es einen simplen Grund: ich verabscheue Prüderie. Im Ernst, wenn ich etwas über verbotene Liebe ohne Anfassen lesen will, greife ich zu einem Roman von Jane Austen. Dieses brave, religiöse Getue von Autorin Stephenie Meyer, die als Mormonin ihre Werte (bitte habt keinen Sex vor der Ehe, heiratet einfach als Teenager) über blutsaugende Monster verbreiten will, indem sie diese in langweilige, handzahme Stubenkater verwandelt. Furchtbar!!! Und zu den Darstellern muss ich wohl gar nichts sagen.

Vampire stehen für Exzess, Gewalt, Triebe und wenn man sie so literarisch oder filmisch einsetzt, eröffnet einem das spannende Möglichkeiten. Charlaine Harris, Autorin der Sookie-Stackhouse-Reihe, weiß die Möglichkeiten geschickt auszunutzen, sie versteht es, das Blutrünstige, Anarchische der Vampire geschickt in die Gegenwart zu übersetzen. Die Verfilmung,  die HBO-Serie True Blood, lässt ebenfalls keine Sex- oder Gewaltszene aus und ich weiß, dass sich so mancher darüber beschwert. Dafür habe ich kein Verständnis. Vampire sind genau dafür da! Sie sind unsterblich, leben nicht nach Regeln der Gesellschaft, ernähren sich von Menschenblut UND SIE GLITZERN NICHT IM SONNENLICHT!!! Twilight als Vampirfilm ist für mich wie Salat bei Burgerking. ÜBERFLÜSSIG.

Mein Lieblingsroman oder warum ich mich annaimwunderland schimpfe

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Kennt ihr noch diese Freundebücher, in denen man immer nach seinem Lieblingsbuch gefragt wird? Früher habe ich diese Frage gehasst und es fällt mir noch immer schwer, mich auf nur ein Buch zu beschränken, da ich viel lese und sich mein Geschmack ständig verändert, aber Alice im Wunderland war oft unter meinen Antworten. Ich bin grundsätzlich fasziniert von etwas eigenwilligen, verrückten, witzigen Büchern wie auch Don Quijote oder Tristram Shandy. Die beiden habe ich nun auch schon mehrfach gelesen und ich finde sie absolut genial, bei jedem Lesen entdecke ich neue Facetten.  Aber wenn ich mich für ein Buch entscheiden müsste, wenn ich mir dieses „Einsame Insel“-Scenario ausmale, würde ich mich letztenendes eher für Alice entscheiden. Mit dieser Geschichte bin ich einfach groß geworden, ich bin nicht nur intellektuell angesprochen sondern auch emotional mit diesem Buch verbunden.   

Im Folgenden möchte ich euch das Buch näher vorstellen, zwar wird jeder etwas mit dem Titel anfangen können, aber viele halten es dank zahlreicher modifizierter Versionen für ein reines Kinderbuch und das möchte ich mit Nachdruck bestreiten. Zwar hat Lewis Carroll Alice’s Adventures in Wonderland als Kinderbuch konzipiert, aber ich denke, dass Erwachsene diesen Roman völlig anders lesen können und auch große Freude daran haben.


Lewis Carroll, eigentlich Charles Lutwidge Dodgson, wird mitunter, wahrscheinlich wegen seiner Nacktbilder von Kindern, Pädophilie nachgesagt. Das ist aber nicht erwiesen und man muss wissen, dass Nacktheit von Kindern im viktorianischen England eher als Ausdruck von Unschuld gesehen wurde. Nichtsdestotrotz ist anzunehmen, dass der Autor von Alice Lidell, einem kleinen Mädchen, auf dem die Figur Alice beruht, bezaubert war. Auf einem Bootsausflug dachte er sich für Alice und ihre Geschwister die Geschichte aus, die als Alice im Wunderland, im Original eigentlich Alice’s Adventures in Wonderland, berühmt wurde.

Dodgson war Mathematiker und der Roman ist voller Anspielungen auf die moderne Mathematik. Zum Beispiel verschwindet die Grinsekatze, ihr Grinsen bleibt jedoch zu sehen und Alice merkt an, dass sie bisher nur eine Katze ohne Grinsen, nie jedoch ein Grinsen ohne Katze gesehen hat. Hiermit spielt Dodgson auf das Prinzip der Abstraktion ab, Zahlen sind ja zum Beispiel nur relevant, wenn sie sich auf ein Objekt beziehen (2 Äpfel, 3 Birnen) nicht auf sich gestellt. Besonders der Nachfolgeroman Through the Looking Glass (den ich einfach mal zu Alice im Wunderland zähle) ist in dieser Hinsicht großartig, er ist wie ein Schachspiel aufgebaut, das man parallel verfolgen kann. Diese Spielereien richten sich denke ich weniger an Kinder, der erwachsene Leser wird in diesem Kinderbuch Spannendes entdecken können.

Richtig verlieben konnte ich mich in Alice erst, als ich diese traumhafte Ausgabe erstand:

Das Buch ist nicht nur wunderschön gebunden und aufgemacht, es enthält auch die Originalillustrationen von Tenniel (s.o.) und einen ausführlichen Kommentar von Martin Gardner, DEM Experten. Die Annotationen setzen sich zusammen aus geschichtlichen Informationen, biographischem Hintergrund aber auch interessanten Spekulationen. Die ULTIMATIVE Ausgabe!!!

Zum Schluss sollte ich vielleicht noch kurz den Zusammenhang zwischen diesem Superduperspitzenroman und meinem kleinen Blog bzw. meinem Nutzernamen erklären… Zunächst einmal bin ich Fan, ein Riesenfan. Dann sehe ich mich aber manchmal selbst als Alice im Konsumwunderland, in dem dieser Blog etwas Orientierung liefern soll. Denkt man als Konsument nicht oft genug „Curioser and curioser“???

Meine neue (nicht ganz neue) Lieblingsserie: The Wire

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Wahrscheinlich kennt jeder die Internet Movie Database www.imdb.com. Ich LIEBE diese Seite, da sie zu allen möglichen  Filmen und Serien viele Clips, Fotos, Reviews und Informationen liefert. Über ein Ranking der angeblich besten 250 Serien aller Zeiten bin ich auf die HBO-Serie „The Wire“ gestoßen. Im deutschen Fernsehen habe ich überhaupt gar nichts davon mitbekommen, aber in der IMDb hat sie unfassbare 9.6 von 10 Sternen und sie lief in den USA über einen Zeitraum von sechs Jahren. Da musste ich als Serienjunkie natürlich näheres erfahren…

Es geht in „The Wire“ um die Drogenszene in Baltimore. Die Handlung wird sowohl aus der Perspektive der Drogendealer als auch aus der Sicht der Strafverfolgung gezeigt, das bedeutet aber keineswegs eine Schwarz-Weiß-Gut-Gegen-Böse-Vereinfachung – ganz im Gegenteil. Mitunter ertappt man sich als Zuschauer dabei, Mitleid für die mordenden Drogendealer zu empfinden oder die Polizeibeamten einfach nur durchschütteln zu wollen. Ich denke, dass meine emotionale Reaktion trotz einer weitgehend nüchternen Darstellung auf die herausragenden Schauspieler zurückzuführen ist. Aus Frauensicht muss hier selbstverständlich Dominic West als Det. Jimmy McNulty erwähnt werden, ähem….

Aber zurück zur Review: für mich zeichnet sich die Serie vor allem durch ihre unaufgeregte, realistische, fast dokumentarisch anmutende Darstellung aus.

Ich bin erst vor kurzem darauf gestoßen, gedreht wurde diese Serie aber von 2002 bis 2008. Das stört keineswegs, bedeutet es doch, dass ich die Folgen in typischer Junkiemanier eine nach der anderen ansehen kann und nicht ungeduldig Woche für Woche abwarten muss. Außerdem ist die Thematik ja immer noch aktuell und man hat nicht den Eindruck, ein historisches Dokument zu betrachten. Eine echte Empfehlung! Einige Staffeln sind übrigens auf DvD erhältlich, bei Amazon und Saturn habe ich sie für 9,99€ gesehen. Ich würde übrigens (wie immer) den englischen Originalton empfehlen, gerade weil hier viel Slang gesprochen wird und ich mir nicht vorstellen kann, dass das in der Übersetzung funktioniert, vielleicht bietet es sich aber aus demselben Grund an, die Untertitel einzuschalten.